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Arbeitsschutzmanagementsysteme

Immer mehr Unternehmen erkennen die positiven Auswirkungen der Beachtung von Arbeitsschutzkriterien in ihrem Unternehmen. Deshalb aber ein Managementsystem für den Arbeitsschutz (AMS) einzuführen oder gar zertifizieren zu lassen, wird selten erwogen. Legen jedoch Kunden auf die Vorlage eines Zertifikates Wert, sieht die Sache anders aus. Wir unterstützen das Vorhaben, ein SCC-Zertifikat zu erlangen durch Beratung bei der Gestaltung des Systems und vor allem durch die Arbeit mit Ihren Mitarbeitern: Schulungen, Workshops und Trainings, um Wissen und Bewusstsein aufzubauen.

Unsere Erfahrungen zeigen: dieser Einsatz lohnt sich.

Es gibt Untersuchungen die belegen, dass ein Tag Arbeitsausfall aufgrund eines Unfalles ca. 400 - 800 Euro kostet! Haben Sie 5 Unfälle, heißt dies ja, dass mindestens 15 Tage Ausfall damit verbunden sind. In der Regel doch sicherlich mehr - vielleicht eine Woche je Unfall. Dann hätten Sie 25 Tage Arbeitsausfall. Können Sie z.B. durch den Einsatz einer externen Sicherheitsfachkraft auch nur einen Unfall vermeiden, sparen Sie dabei schon 2000 - 4000 Euro. Für dieses Geld kann eine Sicherheitsfachkraft sicherlich viele Stunden Schulungen mit Ihren Mitarbeitern durchführen.

Aber was steckt nun hinter SCC und SCP?

SCC - Sicherheits Certificat Contractoren

Dies bedeutet eine Zertifizierung entsprechend der SCC-Checkliste für Unternehmen, die als Subunternehmer/Dienstleister in anderen Unternehmen tätig sind. In einigen Branchen ist die Forderung nach der Vorlage einer SCC-Zertifizierung inzwischen obligatorisch. Beispiele sind Petro- oder Chemieindustrie.

SCP ist eine Variante, die spezielle Anpassungen für Personaldienstleister beinhaltet.

Anforderungen an Unternehmen

Die Zertifizierung erfolgt nach einer Checkliste, nicht nach einer Norm oder Rechtsvorschrift. Diese Liste enthält zahlreiche Anforderungen, die an den systematischen Umgang mit dem Thema Arbeitsschutz gestellt werden => daher auch Managementsystem.

Großen Wert legt die Checkliste auf die Themen Schulung und Bewusstsein. Neben mit Punkten bewerteten Fragestellungen gibt es ein Reihe von KO-Kriterien, deren Erfüllung Voraussetzung für ein Zertifikat ist.

Eine wesentliche Hürde stellt die Unfallhäufigkeit (UH) manchmal auch als "Tausend-Mann-Quote" benannt dar. Die Eintrittsschwelle liegt hier bei einem UH-Wert von 40. Zum Verständnis ist vielleicht zuerst eine Erklärung der beiden Kennzahlen notwendig:

Tausend Mann Quote

Dies ist eine Kennzahl, die angibt, wieviele (meldepflichtige) Arbeitsunfälle in einem Jahr in dem betrachteten Unternehmen geschehen sind. Der Wert wird auf 1000 Mitarbeiter umgerechnet.

Dazu ein kleines Beispiel:

Ein Unternehmen mit 70 Mitarbeitern hat in 2004 4 Arbeitsunfälle mit mehr als 3 Tagen Arbeitsunfähigkeit erlitten. Daraus ergibt sich eine TMQ von 57 (4:70 * 1000)

Unfallhäufigkeit UH

Die Unfallhäufigkeit ist ein komplizierter zu berechnender Wert. Er basiert auf allen Unfällen, die zu einer Arbeitsunfähigkeit ab einem einzigen Tag führen. Bezugsgröße sind dabei eine Millionen geleisteter Arbeitsstunden.

Haben wir nun in unserem Beispiel 6 Unfälle, die bei der UH angerechnet werden müssen und unsere 70 Mitarbeiter haben in der Summe 126.000 Stunden gearbeitet. Dann ergibt sich der Wert für UH wie folgt:

6 * 1.000.000 : 126.000 = 47,6

Dieser Wert ist zu  hoch für das Erlangen eines Zertifikates. Die SCC Checkliste fordert einen Wert kleiner-gleich 40!

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Rolf Aglaster Beratung, Atherstr. 21, 52074 Aachen, Email: i...@qmservice.de
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